Produktfälschungen von Medizinprodukten zur Faltenunterspritzung – Eine neue Umfrage

Produktfälschungen von Medizinprodukten zur Faltenunterspritzung waren schon seit jeher eine Herausforderung im Bereich der Ästhetischen Medizin. Die Zahl der identifizierten Produktfälschungen in der so genannten legalen Produktions- und Lieferkette wird zwar insgesamt als gering angenommen, jedoch zeigt eine neue Studie aus den USA, dass diese wohl doch höher ist als gedacht.
In der neuen Studie von Wang et al. (Oktober, 2020), wurde eine Online-Umfrage bei Mitgliedern der American Society for Dermatologic Surgery (ASDS) und der American Society for Laser Medicine and Surgery (ASLMS) durchgeführt.
Das Ergebnis?
Ungefähr 41 % der Befragten gaben an, jemals gefälschten injizierbaren Medizinprodukten begegnet zu sein. Fast 40% gaben gar an, Nebenwirkungen in Verbindung mit solchen Produkten beobachtet zu haben.
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Unser Fazit:
Es ist zu beachten, dass die Verwendung von Produktfälschungen gravierende gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Dies betrifft insbesondere Fälschungen, die zu wenig oder keinen Wirkstoff oder schädliche Verunreinigungen enthalten. Grundsätzlich ist zu unterscheiden, ob gefälschte Produkte über die legale Lieferkette an den Angehörigeen des Gesundheitsberufes und den Patienten gelangen oder über illegale Quellen bezogen werden, wie z. B. über nicht autorisierte Internethändler. Nicht nur kann die Fehlanwendung von Hyaluronpräparaten im ästhetischen Bereich zu einer optischen Entstellung führen, sondern sie kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen von akuten Infektionen bis hin zur Gefäßembolie und Erblindung führen.
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Unser Tipp:
Auf Qualität anstatt Preis achten und Produkte besser direkt vom jeweiligen Hersteller oder autorisierten Händlern beziehen
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Quelle: Wang et al. Dermatol Surg . 2020 Oct;46(10):1323-1326. Doi: 10.1097/DSS.0000000000002307
