NewsBotulinumtoxin und androgenetische Alopezie (anlagebedingter Haarausfall)?
13. Juni 2021

Botulinumtoxin und androgenetische Alopezie (anlagebedingter Haarausfall)?

Botulinumtoxin und androgenetische Alopezie (anlagebedingter Haarausfall)?

 

Botulinumtoxin und androgenetische Alopezie (anlagebedingter Haarausfall)?

 

Alopezie (Haarausfall) kann diverse zugrunde liegende Ursachen haben, wie z. B. Erkrankungen. Speziell bei der androgenetischen Alopezie (dem hormonell bedingten Haarausfall) kommt auch Botulinumtoxin off-label zur Anwendung.

 

Bei der androgenetischen Alopezie entwickeln die Haarwurzel eine Überempfindlichkeit gegenüber DHT (Dehydrotestosteron), das aus dem körpereigenen Hormon Testosteron stammt. DHT verkleinert dabei die Haarfollikel, die dadurch eingeschränkt produzieren. Die Haare fallen schneller aus.

 

Als Wirkungsmechanismus von Botuliumtoxin bei der Alopezie wird eine Lockerung der Kopfhautmuskulatur und damit einhergehend eine Verringerung des Drucks von perforierenden Blutgefäßen vermutet, so dass dass die Durchblutung der Haarfollikel erhöht wird.

 

Publizierte Studien zeigen, dass die Botulinumtoxin-Therapie einen positiven Einfluss auf die Behandlung der Alopezie hat: Der Haarwuchs und die Haarqualität werden verbessert.

 

Aber: Noch immer fehlen robuste randomisierte und kontrollierte klinische Studien, damit der Nutzen von Botulinumtoxin bei der Behandlung der Alopezie gefestigt wird.

 

 

Der derzeitige Stand zu den Injektionshinweisen für die Behandlung einer Alopezie allgemein sieht wie folgt aus:

 

  • 5 Einheiten (U) Vistabel®/Botox® (OnabotulinumtoxinA) oder Bocouture®/Xeomin (IncobotulinumtoxinA) bzw. 12,5 U Azzalure®/Dysport® (AbobotulinumtoxinA) pro Injektionspunkt in die Kopfhautmuskulatur

 

  • Wiederholung: alle 4–6 Monate

 

 

Abb.1: Injektionspunkte

 

 

 

Quelle: 

Friedman et al. J Cosmet Dermatol . 2021 Jun;20(6):1648-1654. doi: 10.1111/jocd.14152. Epub 2021 May 3.

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